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Richard David Precht im Gespräch mit Edzard Reuter, Ex-Chef Daimler-Benz AG, 11.09.17

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Eingetragen von Mike in Leute Wissen
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Beschreibung

Deutsche Autobauer von Weltruf manipulieren Abgaswerte und scheinen sich abgesprochen zu haben, Banken verkaufen faule Papiere – was ist los mit der deutschen Wirtschaft?

Darüber spricht Richard David Precht mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG und heutigem Systemkritiker, Edzard Reuter. Was ist übrig geblieben von der sozialen Marktwirtschaft?

Die fünf großen deutschen Autobauer mit dem besten Renommée auf dem Weltmarkt haben sich offensichtlich jahrelang abgesprochen, um den Wettbewerb untereinander zu unterlaufen. Von einem offenen Markt könne hier kaum mehr die Rede sein, meint Richard David Precht. Das viel gepriesene freie Spiel der Kräfte finde wie etwa auch im Bankwesen, bei Internet-Konzernen, der Pharmaindustrie oder der Energiewirtschaft tatsächlich kaum mehr statt, meint Precht.

Richard David Precht und sein Gast, der ehemalige Chef der Daimler-Benz AG, Edzard Reuter fragen sich: Ist die vielgelobte selbstregulierende Kraft des Marktes nur eine Illusion, an die Ökonomen so beharrlich glauben wie an eine Religion? Und ist das Nichtfunktionieren des Marktes heute in der Zeit zunehmender Monopolisierung und Globalisierung deutlich eklatanter geworden? Muss es ein Umdenken geben, weil die Marktautomatismen aus dem Ruder laufen? Ob in der Finanzkrise oder in der aktuellen Diesel-Krise – die Politik ließe sich von der Wirtschaft in die Pflicht nehmen und nicht umgekehrt, sagt Precht.

Edzard Reuter beklagt seit Jahren eine zunehmende Heuchelei und Gier in den Chef-Etagen großer Unternehmen. Er prangert das selbstsüchtige Gebaren nicht nur der wirtschaftlichen Führungskräfte an, sondern auch jenes der politisch Verantwortlichen. Reuter fordert eine Rückbesinnung auf alte Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Anstand und Augenmaß. Inwieweit steht eigentlich noch der Mensch im Vordergrund, fragt sich Reuter? Ist für den "ehrbaren Kaufmann" überhaupt noch Platz im Turbokapitalismus des 21. Jahrhunderts?

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