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Digitale Demenz - digitale Archivierung früher und heute

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Mike
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Veröffentlicht auf 20 Oct 2019 / in Technologie

Daten speichert man heute digital. Das ist effektiv und nützlich, allerdings nur solange wie Datenträger und Lesegerät zur Verfügung stehen. Was aber passiert, wenn eine der Komponenten verloren geht? Die Kurzlebigkeit digitaler Medien gefährdet die Langlebigkeit der Informationen. Ein schwarzes, ca. 20 cm großes Stück flexiblen Plastiks, mit Pappe umhüllt und mit zwei Löchern versehen. Dieser Datenträger ist für einige EDV-Veteranen noch eine gute alte Bekannte, die 8" Floppy. Sie war die erste ihrer Art, wurde vom Alan Shugart entwickelt und war zu ihrer Zeit ein einfach zu transportierender Datenträger, der schneller als die zu dieser Zeit üblichen Magnetbänder oder Wechselplatten war. Speicherkapazitäten von bis zu sagenhaften 720 KByte wurden erreicht. Die Pyramiden der alten Ägypter sind Objekte, an denen die Wissenschaftler sich heute, mehr als 3.000 Jahre nach ihrer Entstehung, immer noch ergötzen können. Hieroglyphen, Keilschrift oder wie die Zeugen längst untergegangener Kulturen heißen, sind lohnende Betätigungsfelder für Forscher. In ein paar tausend Jahren, wenn Archäologen beginnen, unsere Kultur auszugraben, haben sie es viel schwerer. Unser Hausmüll besteht nicht aus Schrifttafeln und Papiernotizen, sondern aus digitalen Datenträgern: Unzerstörbarer Kunststoff mit Magnetpartikeln beschichtet oder mit aufgedampftem Aluminium. Die Information wird den Urenkeln trotz Lupe und Mikroskop verborgen bleiben.

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